TRAININGSSTÄTTE &
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75179 Pforzheim
KRAMSKI-Arena
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REGENSBURG/PFORZHEIM – Es war ein Nachmittag für die Geschichtsbücher der Pforzheim Wilddogs. Mit einem deutlichen 31:0-Auswärtssieg kehrte das effect®-ENERGY GFL Team von den Regensburg Phoenix zurück. Erstmals in der Vereinsgeschichte der Wilddogs in der höchsten deutschen Spielklasse, gelang es der Verteidigung, die „Null“ zu halten und dem Gegner keinen einzigen Punkt zu gestatten. Doch trotz des klaren Ergebnisses war der Weg dorthin ein hartes Stück Arbeit, das den Goldstädtern vor allem in der ersten Halbzeit alles abverlangte.
Holpriger Start in der Oberpfalz
Dass die Vorbereitung der Wilddogs aufgrund eines fehlenden Vorbereitungsspiels nicht ganz reibungslos verlief, war in der ersten Hälfte deutlich spürbar. Die Abstimmung in der Offense wirkte phasenweise noch rostig. Nach dem gewonnenen Münzwurf entschieden sich die Pforzheimer zunächst für das Wahlrecht in der zweiten Halbzeit, sodass Regensburg den Ball erhielt. Die Wilddogs-Defense zeigte von Beginn an ihre „Bend don’t Break“-Mentalität: Zwar kamen die Phoenix mühsam, aber stetig voran, doch am Ende sprang nichts Zählbares heraus.
Im Gegenzug tat sich die Wilddogs-Offense schwer. Ein „4 and out“ im ersten Drive verdeutlichte die Anfangsschwierigkeiten. Erst im zweiten Anlauf platzte der Knoten: Luca Hirschberger erlöste die mitgereisten Fans mit dem ersten Touchdown der Saison und verwandelte auch den Extrapunkt sicher zum 0:7.
Dramatik kurz vor der Pause
Das zweite Viertel war geprägt von verpassten Chancen und defensiver Dominanz. Nick Olivier sorgte für das erste Highlight in der Verteidigung, als er einen vom Mitspieler abgeprallten Ball reaktionsschnell zur Interception pflückte. Die Offense nutzte das Momentum und marschierte bis an die 5-Yard-Linie, doch die Regensburger Verteidigung hielt stand – der anschließende Field-Goal-Versuch der Wilddogs segelte links am Pfosten vorbei. Kurz vor der Halbzeit überschlugen sich die Ereignisse: Erst leisteten sich die Wilddogs eine Interception, dann profitierte Regensburg bei einem vergebenen Field-Goal gleich zweimal von Strafen gegen die Pforzheimer Defense. Erst als die Phoenix-Offense es von der 15-Yard-Linie per Pass versuchte, beendete Konstantin Katz mit einer weiteren Interception den Spuk und rettete die knappe 7:0 Führung in die Kabine.
Explosives drittes Viertel bringt die Entscheidung
In der zweiten Halbzeit zeigten die Wilddogs ein völlig anderes Gesicht. „Nach der Pause hat es endlich geklickt“, analysierte der Trainerstab später. Angeführt von starken Läufen durch Dre Harris marschierte das Team über das Feld. Leonell Fritzen veredelte den Drive mit einem Touchdown-Fang zum 0:14. Ab diesem Zeitpunkt brachen alle Dämme. Die Defense zwang Regensburg erneut zum schnellen Punt, und die Offense schlug eiskalt zurück: Ein Quick-Pass auf Raymond Fragosa sorgte für das 0:21. Nur zwei Spielzüge später fing Konstantin Katz den nächsten Pass der Hausherren ab. Luca Faschian krönte den Drive mit einem weiteren Touchdown zum 0:28. Unglaubliche 21 Punkte erzielten die Wilddogs in diesem einen Viertel und sorgten damit für die Vorentscheidung.
Der Preis des Sieges und Blick nach vorn
Das Schlussviertel wurde zur Abwehrschlacht, in der Nick Olivier mit seiner zweiten Interception des Tages endgültig zum Albtraum der Regensburger wurde. Ein Field Goal von Luca Faschian schraubte den Endstand auf 31:0.
Trotz des Jubels gibt es Sorgenfalten: Mit Luca Hirschberger (verletzt beim Return) und Chris van Munster mussten zwei wichtige Stützen vorzeitig raus. Ihr Status für das kommende Heimspiel ist fraglich. Headcoach Michael Lang mahnte nach dem Spiel zur Demut: „Es gibt einiges aufzuarbeiten. Es gibt noch viele Baustellen, an denen wir drehen müssen. Ich bin natürlich froh über den Sieg, aber wir müssen uns steigern.“
Besonders im Hinblick auf den 16. Mai ist eine Steigerung nötig. Dann empfangen die Wilddogs zur Heimpremiere in der KRAMSKI-Arena die Berlin Rebels. Die Berliner zeigten parallel eine beeindruckende Leistung und hielten den amtierenden Meister Potsdam Royals am Rande einer Niederlage. Die Fans in Pforzheim dürfen sich auf einen echten Kracher gefasst machen. Tickets gibt es online unter wilddogs.de/gameday/tickets.
Die anderen Ergebnisse des ersten Spieltages:
Hildesheim Invaders Allgäu Comets 58:6
Berlin Rebels - Potsdam Royals 14:15
Dresden Monarchs - Braunschweig Lions 47:8
Munich Cowboys - Schwäbisch Hall Unicorns 27:52
Saarland Hurricanes - ifm Razorbacks Ravensburg 14:45