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Seniors Geschrieben von Super User

Wilddogs mit fulminantem Endspurt

Vergangenen Sonntag empfingen die Wilddogs den ungeschlagenen Tabellenführer der Regionalliga Mitte, die Ravensburg Razorbacks, zum dritten Heimspiel der Saison im Holzhofstadion an der Kanzlerstraße.

Den Wilddogs gelang es hier einen Halbzeitstand von 07:34 noch in ein 28:34 zu verwandeln.

Bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen war die Ausgangslage an diesem Sonntag für Football optimal. Das dachten sich auch die über 700 Fans die es dann auch in den Holzhof zog. Mit den Ravensburg Razorbacks kam an diesem Tag auch ein echtes Kaliber in den Holzhof, bereits das Hinspiel entschied der freiwillige GFL2-Absteiger mit 42:06 damals deutlich für sich. Darüber hinaus haben die Razorbacks keines ihrer Spiele bisher verloren.

shawn-wilikins-nach-interceptionUm 15 Uhr war es dann soweit, Kick-Off im Holzhofstadion. Die Offense der Gäste begann mit dem Angriff. Bereits nach wenigen Spielzügen erreichten die Gäste die Endzone der Wilddogs, 0:7 im Holzhof. Mit so einer schnellen Führung hatte dann doch keiner gerechnet. Doch es sollte schlimmer kommen. Die Offense der Wilddogs wurde noch vor dem erhoffen First-Down zum Punt gezwungen. Die Gäste lieferten in Ihrer Zweiten Angriffsserie direkt den zweiten Touchdown hinterher.

Das erste Viertel ist noch nicht einmal zu Ende und die Gäste halten Druck und Tempo, sowohl in der Offense wie auch in der Defense. Die Wilddogs zu diesem Zeitpunkt 00:20 im Rückstand. Doch die Offense der Wilddogs kämpfte tapfer weiter. Langsam bewegte sich auch der Ball für die Pforzheimer in die richtige Richtung. Runningback Darren Harmon erlöste die Wilddogs schließlich aus der Punktelosigkeit.

Doch die Freude über diese ersten Punkte wärte nur kurz. Ravensburg legte direkt zweimal nach. Punktestand zur Halbzeit damit 07:34. Ratlosigketi in den Gesichtern der Wilddogs. Auch bei den Fans trat die ein oder andere Ratlosigkeit ein. Wie soll man gegen so eine dominante Mannschaft bestehen. Ravensburg verzieh keinen einzigen Fehler. Doch Head-Coach Bernd Schmitt und Offense-Coach Brian Adkins schworen die Mannschaft nochmals ein. Schließlich sollten die Wilddogs direkt mit dem Angriff beginnen.

Mit starkem Laufspiel und vereinzeltem Passpiel kam die Wilddogs Offense direkt ins Rollen. Doch bereits nach wenigen Versuchen musste man wieder den Ballbesitz abgeben. Jedoch fing Shwan Wilkins den ersten Passversuch der Razorbacks direkt ab. Diese Interception wirkte wie ein Weckruf für die Wilddogs. Schnell schaltete die Offense um Quarterback Chris Treister wieder auf Angriff. Die bewährte Mischung aus Lauf- und Passpiel zeigte nun endlich die gewünschte Wirkung. Die Offense-Line hielt stand und Darren Harmon kam zu seinem zweiten Touchdown des Tages.

Die Defense der Wilddogs wusste, jetzt muss der Angriff der Gäste gestoppt werden um hier noch eine Chance zu haben. Doch auch die Razorbacks erhöhten das Tempo. Aber die Wilddogs Defense hielt stand und zwang die Razorbacks zu einem Field-Goal Versuch, dieser misslang und die Wilddogs waren wieder im Ballbesitz.

Ende des dritten Viertels stand es so 14:34 im Holzhof. Doch die Wilddogs hatten Blut geleckt, das merkten auch die Fans. Lautstark unterstützt wuchs die Defense über sich hinaus. Den Razorbacks gelang kein vernünftiges Spiel mehr auf Pforzheimer Rasen. Die Wilddogs Offense kommt so in immer besseren Feldpositionen an den Ball.

Nach einem schnellen Ballwechsel fängt Shawn Wilkins den Pass von Chris Treister in der Endzone, 20:34 und noch genug Zeit auf der Uhr. Die Wilddogs versuchen mit einem On-Side-Kick in Ballbesitz zu bleiben, der Ball wird auch von den Wilddogs gesichert, leider ist der Ball hier nicht über die erforderliche Distanz gekommen. Daher sind nochmals die Gäste im Angriff und kontrollieren damit auch die Uhr.

Fünf Minuten vor Spielschluss kann die Defense, dann Ravensburg endlich zur Ballübergabe zwingen. Doch der Weg für die Pforzheimer Offense führt über mehr als das halbe Feld. Unter stetigem Anfeuern bewegen die Wilddogs den Ball über das Feld, doch die Uhr tickt gnadenlos. Chris Treister kann dann Wide-Reciever Tobias Moser in der Endzone erfolgreich bedienen, doch die Zeit war schon zu weit runtergelaufen. Daher entschied sich Offense-Coach Brian Adkins zur Ergebniskosmetik. Holder Shawn Wilkins täuschte einen Kick an und verwandelte die Two-Point-Conversion zum 28:34 Endstand.

„Ich habe selten Gewinner so unglücklich gesehen“ so Pressesprecher Robert Nietfeld. In der Tat gingen die Razorbacks geknickt in die Kabine. Nach einer starken ersten Halbzeit haben die Gäste aus Oberschwaben keinen einzigen Punkt mehr erzielt. „Die erste Halbzeit war katastrophal, wir standen einfach immer unglücklich. Doch in Halbzeit zwei haben wir gezeigt, dass wir es besser können.“ so Defense-Captain Michael Lang. „Ich bin mit der Leistung des Teams mehr als zufrieden. Trotz dieser Demütigung in der ersten Hälfte hat sich die Mannschaft nicht aufgegeben und das schier unmögliche in der zweiten Halbzeit geschafft. Wäre dieses letzte Viertel etwas länger gegangen, wer weiß was da noch hätte passieren können“ so Offense-Coach Brian Adkins

Auch mit dem Spieltag sind die Verantwortlichen mehr als zufrieden. „Wir hatten schon großzügig kalkuliert, aber dass dann doch so ein großer Ansturm kommt, das hat uns schon überwältigt.“ So Vorstand Kai Höpfinger. Mit der Escola de Samba und Jogo de Capoeira begleiteten an diesem Tag zwei außergewöhnliche Vereine den Spieltag. Das Motto „Samba meets Football“ wurde äußerst positiv aufgenommen. „Es freut uns, wenn unser Rahmenangebot gut angenommen wird und wir so auch anderen Vereinen eine Plattform bieten können“ kommentiert Oliver Gienger die Spieltagsorganisation.

Die Wilddogs haben jetzt erst einmal zwei Wochen Zeit bevor mit den Frankfurt Pirates das nächste Auswärtsspiel ansteht. Die Pirates haben gegen die Razorbacks ebenfalls sehr knapp gespielt, daher ist auch hier von einer spannenden und knappen Partie auszugehen.

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