Anmelden

Banner

Wilddogs mit erstem Regionalligasieg

Mit zwei Niederlagen im Nacken aus den beiden ersten Auswärtsspielen wollten die Pforzheim Wilddogs mit Ihrer Heimpremiere in der Regionalliga gegen die Albershausen Crusaders ihren Heimnimbus beweisen. Es war ausgerechnet der Gegner zu Gast, der vor knapp 2 Jahren den Wilddogs die letzte Heimniederlage der Wilddogs beschert hatte. Im letzten Jahr scheiterten die Crusaders noch knapp an der Playoff-Teilnahme in Richtung 2. Liga, aber starteten auch diese Saison mit zwei verlorenen Spielen. Beide Teams mussten vor dem Start auf einen dezimierten Kader zurückgreifen. Bei den Wilddogs fehlten 7 Leistungsträger allein in der Defense. Wie sich herausstellte, konnten auch die verbliebenen ihr Soll erfüllen.

 

Die Wilddogs betraten das Feld zunächst mit der bisher enttäuschend spielenden Offense. Die Abwehr der Gäste reagierte zu Beginn schnell und variabel und so blieben Punkte im ersten Drive aus. Doch genauso präsentierte sich nach dem Ballwechsel die Pforzheimer Verteidiger, die dank kurzem Punt den Ball in aussichtsreicher Position an die Offense übergab. Diesmal klappte es besser und Quarterback Tobias Scheurer nutzte den freigeräumten Platz für die ersten Punkte durch einen Laufspielzug. Maik Beisel verwandelte seinen ersten Extrapunkten zur 07:00 Führung. Nachdem bei den Crusaders wiederum der Angriff versagte, konnte Björn Ritter erneut per Lauf aus kurzer Distanz einen Touchdown erzielen. Nur wenig später erhöhte Tobias Scheurer. Ein tiefer Pass auf Matthias Klotz bescherte eine komfortable Führung von 25:00 zur Halbzeit, auch dank dem großen Rückhalt der Defense. Linebacker und Neuwilddog Jordan Parker konnte mitsamt dem Rookie des Jahres Frank Zimmermann und Veteran Kai Driesnack immer wieder das Laufspiel der Gäste im Keim ersticken. Unterstützung fanden sie dabei des öfteren in der Unsicherheit der Gäste, die den Ball oft fallen ließen. Kurz vor der Halbzeit kamen die Crusaders gefährlich nahe der Pforzheimer Endzone, doch die Nerven der Hausherren hielten und Gegenpunkte konnten verhindert werden.
 

Zur zweiten Halbzeit bekamen zuerst die Crusaders den Ball, dank den weiten Kicks von Mike Beisel aber tief in deren Spielhälfte. So gerieten diese erneut unter Druck und mussten den Ball schnell wieder abgeben. Dann begann eine wirklich "schwarze" zweite Halbzeit für die Gäste. Drei weiter Touchdowns gelangen den Wilddogs und zwar alle durch die afrikanischen Spieler der Wilddogs. Zunächst erlief sich Landry Ngambia aus Kamerun über eine weite Strecke seinen ersten Touchdown der Saison. Danach fing Fua Nipah aus Ghana das Ei in der Endzone durch einen Pass von Ersatzquarterback Dominic Boob zum zwischenzeitlichen 39:00. Ebensfalls durch die Luft wurde der Endstand zum 46:00 hergestellt - in seinem allerersten Spiel fing Olivier Lowe Tobit, ebenfalls aus Kamerun, den Ball und trug ihn in die Endzone.

 

Nach zwei fehlerreichen Spielen konnte die Wilddogs-Offense endlich einmal zeigen, was in ihr steckt und nutzte die Vorbereitungen der stark aufspielenden Defense. Noch befindet man sich im Tabellenkeller und die drei aufeinanderfolgenden Auswärtsspiele in Montabaur, Jena und Kaiserslautern werden alles andere als leicht. Am 16. Juni findet dann das nächste Heimspiel statt. Zu Gast sind die Stuttgart Silver Arrows, Topfavorit und nach zwei Spielen ohne Gegenpunkte Tabellenerster. Der weitere Verlauf dieser vier Spiele wird Richtungsweisend für die Saison. Wir dürfen gespannt sein.
 
 
< Zurück   Weiter >