Einmal mehr offenbarte
sich, wie eng Licht und Schatten bei den Pforzheimer Footballern beieinander
liegen. Am vergangenen Sonntag wurden zweihundert Zuschauer Zeuge eines
spannungsgeladenen und attraktiven Footballkrimis.
Zum wiederholten Mal in der laufenden Saison
geriet das Gastgeberteam gleich zu Beginn der Partie in Rückstand. Dennoch war
für den objektiven Betrachter schnell erkennbar, dass diesmal keine Nervosität
bei den Goldstädtern aufkam, sondern eine konzentrierte und besonnene Ruhe
behalten wurde. Das Resultat ließ nicht lange auf sich warten. Die Verteidigung
fand schnell in ihre gewohnte Stärke und stoppte in der ersten Halbzeit jeden
Angriffsversuch der Gäste aus Kuchen. Auch die Offense der Pforzheimer überzeugte
durch variables Pass- und Laufspiel. Unmittelbar vor der Pause führte der
letzte von drei Tochdownpässen zur verdienten Führung des Teams von der Enz. Die
Siegerstraße schien für die Gastgeber geebnet, wäre da nicht die symptomatische
Unaufmerksamkeit, weil man sich bereits gedanklich in Sicherheit wiegt. So
gelang es den „Mammuts“, bei noch 2 Sekunden verbleibender Spielzeit, den
weiten Kick aufzunehmen und über den gesamten Platz bis in die Endzone der
Wilddogs zum Anschluss-Tochdown zu tragen. In der zweiten Halbzeit gelang den Gästen bereits mit der ersten
Angriffsserie der Ausgleich. Die Führung im Spiel zweier gleichwertiger Gegner
sollte noch drei Mal wechseln, bis die Wilddogs beim Stand von 31:34
unmittelbar vor der Endzone der Gäste aus Kuchen standen. Doch auch im letzten
von vier Versuchen gelang es den Pforzheimern nicht, die verbleibenden 2 Meter
zum möglichen Sieg zu vollenden. Beherzt erzwangen die Defense-Spieler der
Goldstädter einen Safety zum Spielstand von 33:34 und damit ein
nochmaliges Angriffsrecht für die Pforzheimer. Was jedoch in der ersten
Halbzeit konzentriert und routiniert wirkte, war jetzt von Nervosität und
Ungenauigkeit geprägt. Die Pässe fanden nicht mehr ihr Ziel und so endete die
Partie mit einer denkbar knappen Niederlage. Die passenden Worte fand
anschließend Defense-Captain Michael Lang: „Wir sind in einer Entwicklungsphase
mit großem Spieler-Potential. Es ist normal, dass es noch nicht rund läuft und Pech
im Spiel ist. Aber das nötige Glück können und werden wir uns erarbeiten wenn
konsequente Trainingsbereitschaft herrscht.“